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Teil 2: Autark leben, arbeiten und produzieren - Die Utopie wird Wirklichkeit


von Lukas

Blockheizkraftwerke haben eine große Bedeutung für autark arbeitende Firmen


Die praktikable Lösung für die autarke Stromversorgung liegt derzeit in modernen Blockheizkraftwerken. Auch wenn diese je nach Brennstoff von externen Zulieferern (z. B. Gas) abhängig sind, kann ein Unternehmen dennoch Autarkie für Strom und Heizen erreichen und muss sich nur noch um die Brennstoffversorgung kümmern. Das kann sich je nach Energiebedarf lohnen, denn die Strompreise sind in den vergangenen Jahren immer wieder gestiegen. Besonders energieintensive Unternehmen hängen in ihrer Kalkulation zu einem großen Teil von den Energiekosten ab. Für sie ist die Bedeutung autarker Betriebe sehr groß und die beste Antwort auf die Frage, warum autark werden für alle Unternehmen interessant ist. Natürlich sind große Heizkraftwerke für kleine Firmen oft nicht umsetzbar. Energieeffiziente und moderne Blockheizkraftwerke werden aber sogar für Privathaushalte und kleinere Firmen immer erschwinglicher und rentabel. Die Kosteneffizienz richtet sich dabei natürlich vor allem nach zwei Faktoren, nämlich dem eigenen Stromverbrauch sowie der Höhe des Strompreises. Nicht zu vergessen ist die Doppelfunktion von Blockheizkraftwerken, die eben nicht nur Strom, sondern auch Wärme zum Heizen erzeugen können und somit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

 

Wann lohnt sich die Autarkie für Unternehmen?


Die Analyse, ob autark leben und arbeiten sich für eine Firma lohnt, lässt sich pauschal nicht beantworten, denn dazu sind die einzelnen Branchen und Konzepte von Unternehmen zu unterschiedlich. Warum autark werden, wenn man dazu viel Geld in die Hand nehmen muss, um die Investitionen zu tätigen, ist eine häufig gestellte Frage. Zudem bezweifeln viele Verantwortliche in den Unternehmen zu Beginn, dass sich der Energiebedarf tatsächlich durch eine autarke Stromversorgung decken lässt. Dabei spielt Unkenntnis der Möglichkeiten eine große Rolle, denn bei der Bedeutung autark arbeitender Systeme denken viele nur an Photovoltaik oder Windkraft. Die Möglichkeiten, Lücken in der Energieversorgung durch ein eigenes Blockheizkraftwerk zu schließen und die Kosten weiter zu senken, müssen selbstverständlich berücksichtigt werden. Hinzu kommt ein weiterer Faktor, der nicht nur für ein autarkes Unternehmen wichtig ist, sondern in Zeiten des Klimawandels und hoher Strom- und Heizkosten jeden interessieren sollte – die Optimierung des eigenen Energieverbrauchs.

 

Warum autark werden längst keine Utopie mehr ist


Im privaten Haushalt kennt man es bereits: Leuchtmittel werden gegen energiesparende Alternativen (z. B. LED-Lichttechnik) ausgewechselt. Ältere Großgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Spülmaschinen werden gegen neue Modelle ausgetauscht, die ihre Neuanschaffung durch immense Einsparungen beim Strom- und Wasserverbrauch schnell rechtfertigen. Hinzu kommen Maßnahmen zur Wärmedämmung, intelligente und moderne Heizungssysteme und vieles mehr. Der Schritt zur Solaranlage auf dem Dach oder sogar einem eigenen kleinen Blockheizkraftwerk im Keller ist dann gar nicht mehr so groß – vieles wird sogar vom Staat mit Zuschüssen gefördert. Gerade bei der Stromerzeugung kann man in modernen Passivhäusern inzwischen weitgehend autark leben. Das lohnt sich unter Umständen sogar, denn der nicht selbst verbrauchte Strom kann ins Stromnetz eingespeist werden und wird entsprechend vergütet – der Stromzähler läuft also rückwärts. Das Potenzial ist jedoch noch größer: Stromsparende elektrische Geräte werden durch die zunehmende Automatisierung von Smarthomes immer wichtiger. Elektrische Autos müssen auch irgendwo geladen werden – und das ist nur dann wirklich umweltfreundlich, wenn der Strom eben nicht aus dem sogenannten grauen Stromnetz kommt. Für Unternehmen sind die Herausforderungen um einiges größer, das gilt jedoch auch für das Potenzial. Neue Maschinenparks, moderne Fahrzeugflotten mit elektrischen Antrieben oder energiesparende Beleuchtung in Produktions- und Arbeitsstätten sind nur einige Beispiele dafür, wie ein immenses Einsparpotenzial beim Energieverbrauch genutzt werden kann.

 

Autark leben ist ohne Fachwissen schwierig


Bei der Optimierung und Senkung des Stromverbrauchs sind intelligente Systeme und das genaue Monitoring (also die individuelle Messung des Stromverbrauchs einzelner Geräte und Systeme) der Schlüssel zum Erfolg. Denn klar ist, dass man die autarke Stromversorgung schneller erreicht, wenn der eigene Verbrauch so weit wie möglich gesenkt werden kann. Was nun in privaten Haushalten bereits weit verbreitet ist, stößt bei den oberen Etagen vieler Unternehmen noch auf Skepsis. Die Anfangsinvestitionen werden häufig gescheut und die Amortisierung liegt je nach Level der Autarkie möglicherweise in weiter Zukunft. Doch gerade zukunftsorientierte und traditionsreiche Unternehmen richten ihren Blick mittelfristig aus und sehen bei notwendigen Modernisierungen immer öfter die wachsende Bedeutung autark versorgter Produktionsstätten. Wer ein solches Projekt angeht, sollte sich aber nicht ohne Fachwissen bzw. ohne Expertenrat in das Getümmel stürzen. Komplizierte Regelungen bei der Möglichkeit von Förderungen, Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und alle möglichen anderen Verordnungen machen es schwer, den Überblick zu behalten. Wer sich dieser Herausforderung jedoch stellt und konsequent auf ein autarkes Unternehmen hinarbeitet, spart auf lange Sicht Geld und kann die Umwelt entscheidend entlasten. Dies geht natürlich umso besser, je stärker der Fokus auf regenerativen Energiequellen liegt. Die Autarkie für Strom und Heizen hängt aber ausdrücklich nicht vom Einsatz erneuerbarer Energien ab. Wenn beispielsweise ein Unternehmen über eigene Steinkohlevorkommen verfügt und diese abbaut, kann damit natürlich ebenfalls ein eigenes Kraftwerk betrieben werden. Der wirtschaftliche Nutzen und der ökologische Aspekt müssen also sinnvoll in Einklang gebracht werden.

 Im kommenden Teil dreht sich alles um die Versorgungssicherheit einzelner Unternehmen, Nachhaltiger Produktion und neue Wege mit meistro.

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